traumjahr.de - die Radio-Seite von Chris Mennel
| Berichte aus vier Kunstausstellungen pro Jahr Blick hinaus in die Welt der Musik und Kunst Gesendet im "Freien Radio für Stuttgart" an jedem ersten Montag im Monat von 17 bis 18 h.
Hi. Im Freien Radio für Stuttgart zu senden ist eine wunderbare Art - des Nachdenkens mit einem Hauch Anspruch, dass das Nachdenken zur Öffentlichkeit hinaus gelangen darf. - das Hobby "Musik´" auszuleben. Also ich bringe Musik zu Gehör, die mir etwas sagt, und spreche darüber. Beim Freien Radio für Stuttgart erlebe ich tatsächliches Freisein. Die Redaktion hat in meine erste Sendung reingelauscht, ob ich erwähne, was für ein Datum gerade ist, dass ich im "Kulturpalast" sende - ja, das passt bei mir - ob ich die Wellenlänge und den Ort des Media-Stream der Sendung nenne, und das war´s. Ich bin voll am Ball beim Äußern genau meiner Ansichten. Ich weiß, sie passen in dieses Format: Es geht eben um politische Zustände und Nischen, in denen Freiheit, Toleranz, Selbstentfaltung möglich ist, und es geht gegen das Kaputtzensieren, Totverwalten, gegen Diktatur und Willkür von Blockwarten. Ich gehöre nicht zu denen, die vor dem Fernseher sitzen und die Bundesliga trainieren. Ich versuche, konkret zu sein: Was kann ich in dem mickrigen Rahmen, der mir im Volk gegeben ist, tun für Freiheit, Dazulernen, Nachdenken und selbständiges Genießen? "Selbstständigkeit" ist mir ein Anliegen - und das navigiert sich bei mir vorbei an Werbersprüchen, an den meisten Bezahlangeboten. In einem Ordner im Sende-Computer befinden sich, aus meiner Festplatte hineingeladen, die Musikschätze der kommenden Monate. Ich bereite meine Musik-Playlist zuhause vor und notiere Stichworte zu den Themen, über die ich in der Sendung reden möchte. Auf der halbstündigen Straßenbahnfahrt von Zuffenhausen nach Stuttgart Ost stimme ich mich auf das Radio-Senden ein. Ich betrete den Senderaum und bin ganz auf Sendung. Also meine Radio-Beiträge sind bisher - ich schreibe diesen Text nach der fünften Sendung - ein Rausch. Wenn die Sendung zuende ist und der nächste Mensch übernimmt, taumele ich geistig und gefühlsmäßig aus dem Senderaum: Es war eine Kreuzung aus Sponataneität und Konzentration. Es war beweglich und zielstrebig. Ich war eine Stunde lang ganz bei mir, mit dem Anspruch, Sinnstiftendes oder Unterhaltsames mitzuteilen. Vermutlich bald gleite ich hinaus in den "Free Flow": Keine Aufzeichnung rings um das, was ich da liefere. Hier, in den vielleicht noch naiven ersten Sendungen, bereite ich meine Sendungen nach mit Playlist, Podcast und ein paar Worten, worum es ging und welche besonderen Textmomente in der Sendung steckten. "Podcast"? Ja, meine Beiträge ergeben einen Monolog, analog zu dem, was im Internet viele servieren. Das schöne bleibt im "Freien Radio für Stuttgart" die sofortige Mitteilung, die Live-Sendung. An den Anfang stelle ich hier meine Sendung über "Musik mit künstlicher Intelligenz" vom 29.6.2026. Denn da spielte ich ausnahmsweise Klänge, die die GEMA nicht kennt. Da kann ich die ganze Sendung mitsamt ihrer Musik im Netz anbieten. Zwischen meinen Worten im Radio darf ansonsten im Internet keine GEMA-Musik stecken: Das ist I-ba-ba. Chris Mennel im Juli 2026 |